Report
Peter Thilo Hasler

Kapazitätserweiterung macht Umsatzmilliarde greifbar

Mit Konzernerlösen von EUR 562,1 Mio. verfehlte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 die Umsatz-Guidance von rund EUR 580 Mio. zwar leicht, übertraf jedoch ergebnisseitig die Erwartungen deutlich. Das EBITDA erreichte EUR 116,5 Mio. und lag damit über der avisierten Marke von EUR 113 Mio. Hervorzuheben ist dabei der deutliche Anstieg der EBITDA-Marge auf 20,7% nach 19,0% im Vorjahr, trotz erneut gestiegener Stromkosten und einer anhaltenden USD-Schwäche. Wie bemerkenswert das mittlerweile erreichte Niveau ist, wird deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Margen der Konzern erzielt hatte, als noch ein wesentlicher Teil der Umsätze mit Basischemikalien erzielt wurde: So lag die EBITDA-Marge im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2022 auf Konzernebene lediglich bei 12,5%. Auslöser dieser Margenexpansion ist die zunehmende Transformation des Unternehmens hin zu einem Spezialchemieunternehmen, ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Derzeit investiert Alzchem rund EUR 120 Mio. in den Ausbau seiner voll ausgelasteten, hochmargigen Kreatin-Kapazitäten (Creapure, Creavitalis), was ab dem zweiten Halbjahr 2027e nach unseren Schätzungen zusätzliche Umsätze von über EUR 100 Mio. p.a. ermöglichen sollte. Gegen Ende 2026e soll nach Angaben zudem die Erweiterung der deutschen Nitroguanidin-Produktion abgeschlossen werden; bei einem Investitionsvolumen von rund EUR 140 Mio. sehen wir zusätzliche Umsätze von knapp EUR 100 Mio. realistisch. Ergänzend plant Alzchem den Bau einer Nitroguanidin-Anlage in den USA, für die ein Investitionsvolumen von rund USD 150 Mio. vorgesehen ist. Deren Finanzierung wird laut Angaben über einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss des US-Verteidigungsministeriums erfolgen; eine Standortentscheidung wurde vom Unternehmen für den Verlauf dieses Jahres angekündigt. In Summe haben diese Kapazitätserweiterungen nach unseren Schätzungen das Potenzial, den Konzernumsatz noch in diesem Jahrzehnt auf über EUR 1 Mrd. zu steigern.

Unter Berücksichtigung der Guidance für das laufende Geschäftsjahr 2026e, der geplanten Investitionen und der daraus erzielbaren Cashflows haben wir unser aus einem dreiphasigen DCF-Entity-Modell abgeleitetes Kursziel (Base-Case-Szenario) auf EUR 192,30 von EUR 186,70 je Aktie (+3,0%) angehoben und bestätigen angesichts einer von uns erwarteten Kursperformance (ohne Berücksichtigung der zwischenzeitlich erwarteten Dividenden) von 29,1% unser Buy-Rating für die Aktien der Alzchem Group AG.
Underlying
ALZCHEM AG

Provider
Sphene Capital GmbH
Sphene Capital GmbH

Founded in 2010, Sphene Capital is a German based pure-play research house offering state-of-the-art research and evaluation services to European small- and mid-caps by avoiding typical conflict of interests of traditional investment banks.

As a general rule, analysts of Sphene Capital strive to understand companies better than any other analyst or investor before publishing their initiation reports. Therefore, the comprehensive initiation research reports comprise of 50-80 pages, including an extensive analysis of the value chain of the IPO candidate, its unique selling proposition, an elaborate analysis of suppliers and clients, a thorough SWOT analysis, a commercial due diligence (i. e. market and competitive analysis), an integrated financial forecast model and a profound company valuation (both DCF methodology and peer group multiples). Before publication, each of Sphene Capital’s research report will be double-checked by a fellow research colleague (“Four-eyes-principle”), ensuring highest quality and avoiding careless mistakes.

After initiation of research coverage, Sphene Capital publishes regular updates of 12-30 pages following relevant news flow from the issuer or major peers, f. ex. after acquisitions or after publication of quarterly results.

Due to Sphene Capital’s extensive experience in equity and bond research, the team has established longstanding contacts to all relevant market players, i. e. institutional investors, family offices and high net-worth individuals as well as journalists. To each of these groups, Sphene Capital’s research analysts have regular contacts during analyst and management roadshows or via daily phone calls. Finally, analysts publish articles in selected stock markets magazines and websites in which the analysts help issuers to improve their popularity on the German capital markets.

Analysts
Peter Thilo Hasler

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